Sujet Allemand LV1 - Bac L Liban 2016

Sujet Allemand LV1 - Bac L Liban 2016

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Profitez de le sujet de l'épreuve d'Allemand LV1 LVO et LVA du Bac L du Liban 2016 pour vous entraîner à l'épreuve finale! Ce sujet est composé de la même manière que l'épreuve de Métropole, vous pourrez donc voir à quoi ressemble l'épreuve et que qui peut vous être demandé.

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Sujet Allemand LV1 - Bac L Liban 2016

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TEXT A

Digitale Nomaden

Der 34-jährige Thorsten Kolsch arbeitet im Online-Marketing, ist selbstständig. Viel lieber als immer am selben Schreibtisch arbeitet er im Café, in der Bahn, am Wasser. Reisen ist seine Leidenschaft. Wie viele in seiner Generation ist er sehr oft umgezogen für den Job. Kolsch fühlt sich an vielen Orten schnell heimisch.

Darum begann er vor einem Jahr Menschen zu suchen, die ortsunabhängig leben, und drehte die Dokumentation „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“. Darin erzählt er von den modernen Wanderarbeitern, die nicht mehr von 9 bis 18 Uhr im Büro verbringen, sondern ihren Rhythmus selbst bestimmen, Reisen mit Arbeit verbinden. Mit Notebook und Smartphone ziehen sie von Ort zu Ort, bleiben, wo es ihnen gefällt, Weltenbummler und Unternehmer

Sebastian Canaves, einer dieser Nomaden, sagt: „Was uns verbindet, ist dieser Freiheitsdrang1. Für mich geht es darum, mich selbst zu verwirklichen.“ Sein Job als Marketingberater hat ihm Spaß gemacht, doch er wollte „keine Marionette für jemand anderen sein“. Seit Mitte 2013 ist er ein digitaler Nomade. „Ich kann tun, was ich will, bin nicht gebunden2.“ Sein Zuhause befindet sich dort, wo er sich gerade aufhält. Fast 100 Länder in fünf Kontinenten hat der 26-Jährige bereist. „Grundsätzlich bin ich heimatlos“, sagt der Halbspanier, der auf Mallorca aufwuchs, mit 14 in die Nähe von Salzburg zog, dann nach Osnabrück. „In Spanien war ich der Deutsche, in Deutschland der Spanier.“ Nach dem Abitur ging er nach Australien. 2012 kehrte er zurück, machte sich als Unternehmer und Online-Blogger selbstständig. Heute führt er zwei Blogs und leitet die Agentur Transit Media. Er verdient gut. Inzwischen hat auch Thorsten Kolsch keine feste Wohnung mehr, im Sommer hat er seine Möbel verkauft. Seitdem ist er unterwegs, wohnt bei Bekannten oder sucht sich ein Zimmer über Internet-Plattformen.

Nach: Isabel STETTIN, Der Tagesspiegel, 8. 04. 2015

 

1 der Drang: (ici) le besoin

2 gebunden sein = von jemandem oder etwas abhängig sein

 

TEXT B

Saigon, im Januar 2013

Leonie Müller hatte sich in einem Hotel direkt am Fluss einquartiert, als sie plötzlich müde und traurig wurde. Vietnams größte Stadt lockte mit exotischen Gebäuden, Märkten, Gerüchen. Doch Leonie hatte keine Lust auf Sightseeing1, sie wollte in keiner Straßenküche essen, keine Fahrt mit einer Rikscha2 unternehmen. Sie fühlte sich kraftlos, einsam und hatte „irgendwie keinen Plan mehr“, wie es weitergehen sollte.

Dabei war sie an das Fremde und Exotische längst gewöhnt. Die 22-Jährige, die heute Geschichte in Tübingen studiert, war vor wenigen Wochen aus Shanghai in China gekommen, davor hatte sie unter anderem in Malaysia, Australien und den USA Station gemacht. Die halbe Welt im Schnelldurchlauf, vier Monate, acht Länder, unzählige Städte, Dörfer, Menschen. Jeden Tag neue Eindrücke, Herausforderungen3, Regeln und Fahrten in übervollen Zügen und Bussen, die chronisch zu spät kamen.

Theoretisch hatte sie für fünf weitere Monate geplant, auch am Geld fehlte es nicht, weil ihre Mutter den Trip als Teil der Bildung betrachtete und ihn fast komplett finanzierte. Praktisch hatte die Backpackerin4 aber keine Lust mehr aufs Reisen, und das lag nicht nur an der Hitze in Saigon.

Zehntausende deutsche Abiturienten und Studenten machen es jedes Jahr genauso wie Leonie: Sie packen ihren Rucksack und besteigen ein Flugzeug, um sich auf eine lange Reise zu begeben. Dabei geht es vielen aber nicht nur um Ausruhen und neue Erfahrungen, sondern auch um „Egobuilding“: Sie reisen nicht nur um die Welt, sondern auch um die Wette5. Es gewinnt, wer die meisten Länder besucht, die isoliertesten Dörfer entdeckt, die krassesten Erfahrungen macht. So setzen sich Tausende Backpacker einem enormen Erfolgs- und Leistungsdruck6 aus. Wer nicht aufpasst, bekommt wegen der vielen neuen Eindrücke und dem hohen Tempo einen Reise-Burn-out. Leonie passierte das in Saigon.

Nach: Fabienne KINZELMANN, Die Wettreisenden, Uni-Spiegel, Juli 2014

1 Sightseeing = Besichtigung

2 die Rikscha: le rickshaw (véhicule tricycle utilisé pour le transport de personnes ou de marchandises ) 3 die Herausforderung (en) : le défi

4 der Backpacker: der Rucksackreisende

5 um die Wette reisen = se lancer le défi du meilleur voyage

6 der Leistungsdruck = la pression/l’obligation de réussir

 

COMPRÉHENSION (10 points)

Tous les candidats traitent les questions de I à VI.

Text A und Text B

I. Erstellen Sie die Steckbriefe der folgenden Personen und schreiben Sie sie ab!

a) Sebastian Canaves 

Alter:

Nationalität(en):  

Seine 4 Jobs:

b) Leonie Müller 

Alter:

Studium:

5 der 8 bereisten Länder:

Text A

II. Auf wen trifft was zu? Ordnen Sie die Aussagen der passenden Person oder den passenden Personen zu und schreiben Sie jeweils den kompletten Satz ab!

Sebastian Canaves - Thorsten Kolsch - Sebastian und Thorsten

a) ... reist / reisen gern.

b) ... hat / haben einen Dokumentarfilm produziert.

c) ... wird / werden in einem Film interviewt.

d) ... hat / haben kein festes Zuhause.

III. Der Text charakterisiert einen „digitalen Nomaden“. Belegen Sie jeden Aspekt mit einem Zitat aus dem Text!

a) Ein digitaler Nomade wohnt an verschiedenen Orten.

b) Er ist sein eigener Chef.

c) Er reist, während er arbeitet.

Text B

IV.Welcher Titel passt am besten zu Text B? Schreiben Sie den richtigen Titel ab!

a) Reisen: der beste Weg, sich selbst zu verwirklichen!

b) Eine neue Zivilisationskrankheit!

c) Wer reisen will, braucht Geld und Offenheit!

V.Was bedeutet „Egobuilding“ (Z. 20)? Schreiben Sie die richtige Antwort ab!

a) Jemand reist nicht einfach zum Spaß, sondern vor allem, weil er sich selbst verwirklichen will.

b) Jemand reist viel, um sich an fremde Länder zu gewöhnen: er „trainiert“ für seine späteren Jobs.

c) Jemand reist, um damit zu zeigen, dass er mehr als die anderen geschafft hat.

Texte A und B

VI. „Kolsch fühlt sich an vielen Orten schnell heimisch“ (Z. 3/4). Wie reagiert Leonie auf den häufigen Ortswechsel? Zitieren Sie zwei Textstellen!

Les candidats des séries ES/S et L (hors LVA) traitent également la question VII.

VII. Leonie und ihre Mutter haben eine andere Idee vom Reisen als Sebastian und Thorsten. Vervollständigen Sie die folgenden Sätze mit je einem Element aus Text A oder B und schreiben Sie sie ab!

a) Reisen bedeutet für Thorsten und Sebastian: „...“ b) Reisen bedeutet für Leonies Mutter „...“

c) Reisen bedeutet für Leonie „...“

 

Seuls les candidats de la série L composant au titre de la LVA (Langue vivante approfondie) traitent également la question VIII.

Text A, Text B und Abbildung:

 

Zuhause sujet allemand

 

Aus: hals-ueber-krusekopf.de

VIII. Inwiefern illustriert die Abbildung den Kontrast zwischen Text A und Text B? Erklären Sie kurz auf Deutsch mit Hilfe von Elementen aus beiden Texten (etwa 40 Wörter)!

 

EXPRESSION (10 points)

Afin de respecter l’anonymat de votre copie, vous ne devez pas signer votre composition, citer

votre nom, celui d’un camarade ou celui de votre établissement

Les candidats des séries ES/S et L (hors LVA) traitent les questions I et II.

I. Aus ihrem Hotel in Saigon postet Leonie eine Nachricht auf ihren Reiseblog. Schreiben Sie diese Nachricht! (mindestens 120 Wörter)

II. Behandeln Sie eines der folgenden Themen (mindestens 150 Wörter)

Thema A

Leonies Mutter betrachtet Reisen als „Teil der Bildung“. Inwiefern teilen Sie diese Ansicht? Argumentieren Sie an Hand von konkreten Beispielen und persönlichen Erfahrungen.

ODER

Thema B

Könnten Sie sich vorstellen, später selbst ein(e) „digitale(r) Nomade/Nomadin“ zu sein? Was spricht für Sie persönlich dafür und/oder dagegen? Erklären Sie!

Seuls les candidats de la série L composant au titre de la LVA (Langue vivante approfondie) traitent les questions III et IV.

III. Behandeln Sie eines der folgenden Themen (mindestens 150 Wörter)

Thema A

Leonies Mutter betrachtet Reisen als „Teil der Bildung“. Inwiefern teilen Sie diese Ansicht? Argumentieren Sie an Hand von konkreten Beispielen und persönlichen Erfahrungen.

ODER

Thema B

Könnten Sie sich vorstellen, später selbst ein(e) „digitale(r) Nomade/Nomadin“ zu sein? Was spricht für Sie persönlich dafür und/oder dagegen? Erklären Sie!

IV. Beantworten Sie folgende Frage! (mindestens 120 Wörter)

„[Sie] setzen sich einem enormen Erfolgs- und Leistungsdruck aus“ (Text B, Z. 22/23): Inwiefern kann man sagen, dass wir heutzutage in einer Leistungsgesellschaft leben?

Fin de l'extrait

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